Samstag 4.9.2022 Ich hab’s krachen lassen…

…aber so richtig.           Der Reihe nach.         Heute geht es weiter Richtung Süden. Ich verlasse mit Wehmut meinen Premiumparkplatz an diesem wundervollen Strand. Zündschlüssel rumdrehn und los Richtung Süden. 🚐       Wo und vorallem wie die Fahrt endet weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nur,dass ich mir einen Strandparkplatz anschauen möchte,der 120km entfernt ist. Gefunden bei google maps allerdings mit „Wohnmobile verboten“ Schildern. Aber gucken kann man ja mal.

„On the road again“ Google Maps berechnet knapp 2h für die 120km

Als ich ankomme bin ich überrascht. Es stehen bestimmt 20 Camper auf dem Parkplatz. Ich will mich in die Schlange der parkenden Vans  einreihen, fahre rückwärts und übersehe den letzten Camper der da steht. 🙈 🙈🙈            Es gibt einen riesen Knall und ich regestriere,dass ich wohl mit Schwung in ein Auto reingefahren bin.          Ja, im rückwärts einparken bin ich grottenschlecht aber wie konnte ich den Van übersehen?                     Ich steige aus und schaue mir das Elend an dem portugisischen Mietcamper an. 😱

Vorn links alles eingedellt. Meine Heckklappe hat auch was abbekommen aber sie schließt noch und das ist wichtig.

Ich setze mich in den Bulli und parke jetzt NEBEN dem angefahrenem Camper ein. Kurz überlegen was ist zu tun …lösungsorientiertes Handeln. Ich hatte noch nie einen Unfall. Es ist mein erster Haftpflichtschaden in knapp 40 Jahren Fahrpraxis. Dieser Gedanke beruhigt mich ungemein.  Ich rufe meinen Versicherungsmann an. Dirk erklärt mir was zu tun ist. Als erstes mal warten bis die Besitzer bzw. Mieter des Vans kommen. Ich bete, dass es Deutsche Urlauber sind🙏 so dass ich mich verständigen kann und bin froh ,dass es ein Mietcamper ist, so verägere ich schon mal keinen Besitzer.

Ich warte… Nach ca.1h steuern zwei Mädels,die sich auf deutsch unterhalten, auf den Van zu und ja mein Gebet wurde erhört,der Van gehört ihnen.                 Ich konfrontiere sie mit dem Schlamassel.    Okay, sie sind nicht erfreut aber nehmen’s locker. Ich schicke Dirk ein paar Dokumente der Mietfirma per Whatsapp und nach ca.30 min hat er den Schaden gemeldet und ich habe eine Schadensfallnummer meiner Versicherung für die Mädels. Ziemlich easy, ich bin positiv überrascht. Bei dem Mietcamper ist es wesentlich komlizierter. Viele Telefonate auf englisch mit der Mietfirma, Dokumente ausfüllen ect. Es tut mir echt leid aber nach ein paar Stunden ist auch das erledigt.

Nun erstmal die Gegend anschauen,laufen um wieder runterzukommen.

Die Mädels fahren noch am gleichen Abend weiter ,ich entschuldige mich noch 1000 mal für die Unannehmlichkeiten und sie bedanken sich,dass ich nicht einfach weggefahren bin. Ich bleibe diese Nacht noch an dem eigentlich wunderschönen Strand.

Zum Sonnenuntergang ist die Aufregung des Tages schon fast wieder vergessen

Am nächsten Morgen ist es grau und neblig. Auf dem Parkplatz stehen mittlerweile ca.30 Camper.

Dafür,das hier Wohnmobile verboten sind fühlt es sich an wie auf einem Campingplatz.

Eigentlich sollte es weiter gehn quer durchs Land Richtung Spanien. Natürlich kommt es wieder ganz anders.     Ich werfe all meine Pläne um und lande mit Philipp und Ela an Portugal’s Hippiestrand.

Der Weg dahin ist abenteuerlich😯 So geht das 4km…mein armer Bulli
Angekommen ohne Reifenplatzer🙏

Hier wollte ich wirklich nie mehr hin. Auf den Tag genau  vor 4 Monaten hatte ich hier einen schmerzlichen Abschied.😢 Aber ich möchte ja alles erleben,die Höhen und auch die Tiefen.

Wir feiern unser Wiedersehn, am nächsten Tag Ela’s Geburtstag und ich komme nie vor 5.00 Uhr morgens ins Bett. Ich brauche dringend Reha.

Aber schön war’s😁🙏

Hierher verirren sich hauptsächlich Aussteiger, Langzeitreisende, Hippies,die in Zelten am Strand leben und ab und zu solche „Normalos“ wie ich.

Einer hat sogar seinen Esel dabei.
Das ist Barranco-Beach

Ich merke wie ich mich jeden Tag unwohler fühle. Irgend etwas passiert mit mir. Ich spüre, ich muß hier weg. Packe alles zusammen und verabschiede mich von den beiden,die ganz erstaunt über meine apruppte Abreise sind. Ich habe gelernt auf mein Gefühl zu hören und es war immer die richtige Entscheidung.

Unter Tränen, Zündschlüssel rumdrehen und los.🚐 Wohin? Ich weiß es nicht,einfach nur weg. Aber ich komme erstmal nicht weit. 🙈 Dazu das nächste Mal mehr.

Ich überlege noch in wie weit ich euch in die Ursache meines emotionalen Caoses mitnehmen kann, da ich die Privatsphäre Dritter wahren möchte.

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